ESG nella selezione fornitori in Svizzera: Nei bandi pubblici svizzeri, la prova ESG è un requisito obbligatorio per partecipare.; La CSDDD estende il dovere di diligenza anche alle aziende non europee che vendono in UE.; esg2go offre un sistema di rating con benchmark settoriali e verifica da auditor qualificati.
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Lieferanten und Einkauf

ESG-Kriterien bei der Lieferantenauswahl in der Schweiz

In Schweizer Ausschreibungen ist es mittlerweile üblich, von Lieferanten die Dokumentation ihrer Nachhaltigkeit zu verlangen.

Warum ESG-Kriterien bei der Lieferantenauswahl in der Schweiz wichtig sind

In Schweizer Ausschreibungen ist es mittlerweile üblich, von Lieferanten die Dokumentation ihrer Nachhaltigkeit zu verlangen. Die Rating-Plattform esg2go beschreibt den Kontext des öffentlichen Beschaffungswesens mit folgenden Worten: «In einer wachsenden Zahl von Ausschreibungen werden Lieferanten aufgefordert, Nachweise über ihre Nachhaltigkeit zu erbringen». Für Teilnehmer an öffentlichen Ausschreibungen ist der ESG-Nachweis keine reine Imagepflege: Er ist eine Beilage zum Angebot.

Die Handelskammer des Kantons Tessin (Camera di commercio del Canton Ticino) verknüpft die Frage direkt mit der Wettbewerbsfähigkeit: Gemäss der CC-TI hängt die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens «zunehmend von seiner Fähigkeit ab, nachhaltige Praktiken entlang der Wertschöpfungskette zu gewährleisten». Dieselbe Analyse nennt drei konvergierende Treiber: bewusstere Konsumenten, die nach Herkunft und Nachhaltigkeit ihrer Käufe fragen; Investoren, die sich stärker an Nachhaltigkeit orientieren; sowie Partnerunternehmen (Lieferanten und Kunden), die dem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken.

Ein zweiter Treiber ist die Resilienz. Laut der CC-TI standen europäische Lieferketten in den letzten Jahren «im internationalen Rampenlicht». Gründe dafür waren Lieferunterbrüche und die – positive oder negative – gesellschaftliche Wirkung; ein Beispiel sind die Ketten, die von der Energiekrise und der Knappheit an Rohstoffen betroffen waren. Die ESG-basierte Lieferantenauswahl wird so auch zu einem Instrument des operativen Risikomanagements.

Auf regulatorischer Ebene stellt der Bund fest, dass die Schweizer Wirtschaft «bereits indirekt vom deutschen Gesetz über die Sorgfaltspflichten in der Lieferkette (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, LkSG) betroffen ist». Hinzu gekommen ist die entsprechende Richtlinie auf EU-Ebene. Auch Schweizer Unternehmen, die nicht direkt unter ein ausländisches Gesetz fallen, erhalten vertragliche Anforderungen von Kunden, die darunter fallen.

Was gemessen wird: Umwelt, Soziales und Governance entlang der Wertschöpfungskette

Das Akronym ESG steht, wie die CC-TI zusammenfasst, für die Kriterien zur Bewertung des Engagements eines Unternehmens im Umwelt- und Sozialbereich sowie für die «Sorgfalt und Transparenz seines Handelns». Ein umfassendes Ratingsystem muss alle drei Dimensionen abdecken. esg2go gibt an, «alle drei ESG-Bereiche abzudecken: Umwelt, Soziales und Governance», wobei verschiedene Berichte und ein CO2-Rechner bereits enthalten sind.

Umweltbereich. Zu den wiederkehrenden Indikatoren gehören die CO2-Emissionen (esg2go stellt einen Rechner zur Verfügung), Wasserstress und die Auswirkungen auf die Biodiversität.

Die CC-TI führt Wasserstress, Emissionen und Auswirkungen auf die Biodiversität als Risiken von Bergbauprojekten auf, also am Anfang vieler industrieller Wertschöpfungsketten. Für Dienstleister und Anbieter nicht energieintensiver Güter bleibt die typische Kennzahl der Energieverbrauch und der damit verbundene CO2-Fussabdruck der eingekauften Produkte oder Dienstleistungen.

Sozialbereich. Die Due Diligence konzentriert sich auf Menschenrechte, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie faire Arbeitspraktiken. Der Bund erinnert daran, dass die CSDDD die Haftung von Unternehmen vorsieht, «wenn sie beispielsweise ausserhalb der EU Kinderarbeit oder Zwangsarbeit ausbeuten oder Umweltschäden verursachen». Entlang der Kette umfasst dieselbe Risikokategorie den Schutz der Menschen, die in der Nähe von Produktionsstätten leben; ein Profil, das laut Sedex direkt zum Reputationsrisiko beiträgt.

Governance-Bereich. Hier fallen Korruption und Transparenz darunter. Die CC-TI zählt Korruption zu den typischen Risiken von Bergbauprojekten, zusammen mit geopolitischen Spannungen, bewaffneten Konflikten und Menschenrechtsverletzungen. Für das auftraggebende Unternehmen wird die Governance des Lieferanten anhand der Transparenz der Eigentums- und Kontrollstruktur, der Antikorruptionsrichtlinien, der Meldekanäle und der Zuverlässigkeit der bereitgestellten Berichterstattung bewertet.

Eine querschnittliche Anforderung ist die Überprüfbarkeit. Laut Sedex nutzen Unternehmen in Lieferketten diese Standards «als Mittel, um Leistungen zu messen, Risiken zu mindern und die Transparenz zu erhöhen». Ein ESG-Kriterium, das keine dokumentierten und vergleichbaren Daten liefert, kann in der Zuschlags- oder Qualifikationsphase nicht verwendet werden.

Vom Schweizer öffentlichen Beschaffungswesen zur EU-Richtlinie: Pflichten und Erwartungen

Für das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz ist das Interkantonale Abkommen über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) massgebend. Gemäss der von esg2go wiedergegebenen und der Konferenz der Baudirektoren, Raumplaner und Umweltdirektoren zugeschriebenen Zusammenfassung kann sich der Auftraggeber «auf international anerkannte Zertifizierungssysteme stützen». Diese Systeme dienen dazu, ökologische und soziale Aspekte zu definieren und zu bewerten, wodurch Überprüfungen und Beurteilungen vereinfacht werden.

Es muss jedoch «stets der Nachweis der Einhaltung gleichwertiger Anforderungen ermöglicht werden». In der Praxis bedeutet dies: Man kann ein anerkanntes Zertifikat verlangen, darf aber keinen Lieferanten ablehnen, der auf andere Weise die Einhaltung derselben Anforderungen nachweist.

Die Europäische Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) wurde am 5. Juli 2024 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Sie ist am 25. Juli 2024 in Kraft getreten, wobei die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit für die Umsetzung haben. Der Bund beschreibt die Einführung der CSDDD als Paradigmenwechsel: Während der Anwendungsbereich zuvor auf Gesellschaften mit Sitz in der EU beschränkt war, gelten die Regeln «nun für alle nicht-europäischen Gesellschaften, die ihre Produkte in den 27 Mitgliedstaaten verkaufen und eine bestimmte Grösse erreichen».

Zu den genannten Schwellenwerten gehören mehr als 1000 Mitarbeitende, ergänzt durch Umsatzschwellen. Das deutsche LkSG definierte den Anwendungsbereich hingegen ausschliesslich anhand der Anzahl der Mitarbeitenden in Deutschland. Laut dem Bund verpflichtet die CSDDD Unternehmen zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette. Dies gilt ebenso für Menschenrechte und Umwelt.

Im Vergleich zum LkSG sieht die CSDDD strengere Vorschriften in vier vom Bund genannten Punkten vor. Erstens: Erweiterung des Kreises der betroffenen Unternehmen. Zweitens: Ausdehnung der Due-Diligence-Pflichten auf die gesamte Geschäftstätigkeit und die gesamte Wertschöpfungskette.

Drittens: Neue Tatbestände der zivilrechtlichen Haftung bei Verletzung der Sorgfaltspflichten. Viertens: Erweiterung der Liste der geschützten Güter.

Das erklärte Ziel ist die Förderung der unternehmerischen Verantwortung für Nachhaltigkeit. Zudem sollen Menschenrechte und Umweltaspekte in der Geschäftstätigkeit und der Corporate Governance verankert werden.

Für ein Schweizer KMU hat dies kaskadenartige praktische Folgen. Wenn der Kunde in den Anwendungsbereich fällt, gelangen Due-Diligence-Klauseln, Fragebögen und Anforderungen an dokumentierte Nachweise zum Lieferanten. Dies geschieht unabhängig von dessen rechtlichem Sitz.

Rating- und Überprüfungsinstrumente zur Dokumentation der ESG-Leistung

esg2go wird als Lösung präsentiert, die «speziell für Schweizer KMU entwickelt wurde», um Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistungen zu dokumentieren. Bei der Auswahl zählen überprüfbare numerische Scores. Ebenso wichtig ist das Benchmarking, das «die Branche und die Grösse des Unternehmens berücksichtigt»: Klassifizierung und Gewichtung passen sich entsprechend an. Zudem zählen die Integration bestehender ISO-, GRI- und DNK-Berichte sowie die Möglichkeit, das System für spezifische Bedürfnisse zu erweitern.

Das Rating berücksichtigt laut Angaben zwei Dimensionen. Die erste ist die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens. Die zweite ist der aktive Beitrag zur Nachhaltigkeit durch die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, ein Kriterium, das der Anbieter insbesondere für KMU als wichtig erachtet.

Hinsichtlich der Überprüfung durch Dritte gibt esg2go an, dass die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) zusammen mit der SGS Société Générale de Surveillance SA ein Reglement zur Überprüfung der eingereichten Dokumente entwickelt hat. SQS wird als bevorzugter Partner genannt, doch können die esg2go-Reglemente auch von anderen qualifizierten Auditoren angewendet werden. Für den Auftraggeber kann die Überprüfung der deklarierten Daten somit einem unabhängigen Prüfer anvertraut werden und ist nicht allein auf die Selbstzertifizierung des Lieferanten beschränkt.

Ein Ratinginstrument ist nur nützlich, wenn der Markt es akzeptiert. esg2go betont, dass zuverlässige Informationen nur dann erzielt werden, wenn Lieferanten und Ausschreibungsteilnehmer das Rating akzeptieren. Bei der Wahl des Instruments sollten drei Punkte geprüft werden: Abdeckung der drei ESG-Bereiche; Benchmarking nach Branche und Grösse; Vorhandensein eines von qualifizierten Auditoren angewendeten Überprüfungsreglements.

Integration der ESG-Kriterien in den Auswahl- und Qualifikationsprozess

Phase 1 — Erfassung der Ausgaben und Risiken. Bevor die Kriterien formuliert werden, werden die Einkaufskategorien nach Exposition klassifiziert: geografische Herkunft, Rohstoffanteil, Energie- und Wasserintensität sowie Präsenz von Arbeitskräften in Risikoländern. Dies ist der Schritt, den die CC-TI explizit mit der Auswahl und Qualifikation von Lieferanten verbindet und der durch die Diversifizierung der Bezugsquellen noch kritischer wird.

Phase 2 — Definition der Kriterien und Mindestniveaus. Die Anforderungen sind als überprüfbare Schwellenwerte (Daten zu Emissionen, Richtlinien zu Menschenrechten, Antikorruptionssysteme) zu formulieren, nicht als Absichtserklärungen. Im öffentlichen Beschaffungswesen gilt die Logik des IVöB: Bezugnahme auf international anerkannte Zertifizierungsschemata für ökologische und soziale Aspekte, wobei der Nachweis gleichwertiger Anforderungen stets offen bleiben muss.

Phase 3 — Datenerhebung. Standardisierte Fragebögen, bestehende Berichte (ISO, GRI, DNK), CO2-Rechner und Ratings von Dritten reduzieren den Aufwand für den Lieferanten im Vergleich zu ad-hoc-Dokumentationsanfragen. Ein Ratingsystem mit numerischen Scores ermöglicht den Vergleich verschiedener Angebote auf derselben Skala.

Phase 4 — Due Diligence und Risikobewertung. Gemäss der CSDDD beschränkt sich der Umfang nicht auf den direkten Lieferanten: Er erstreckt sich auf die gesamte Geschäftstätigkeit und die Wertschöpfungskette. Die Bewertung ist daher proportional zum tatsächlichen Risiko der Einkaufskategorie vorzunehmen, wobei vertiefte Prüfungen dort stattfinden, wo Konfliktprofile, Korruption oder Arbeitsausbeutung bereits bekannt sind.

Phase 5 — Kontinuierliches Monitoring. Sedex nennt Messung und Monitoring als erste Praxis zur Umsetzung von ESG in Lieferketten. Es wird auch der Einsatz von Technologien wie Blockchain und künstlicher Intelligenz signalisiert, um die Leistungen im gesamten Liefernetzwerk zu verfolgen. In der Praxis bedeutet Monitoring die periodische Aktualisierung des Ratings, Interviews mit Lieferanten während des Jahres und die Überprüfung der Kriterien, wenn sich Warengruppe, Herkunftsland oder anwendbare Rechtsvorschriften ändern.

Lieferanten einbinden statt ausschliessen

Sedex sieht in der Einbindung der Lieferanten eine der besten Praktiken zur Umsetzung von ESG-Strategien in Lieferketten, neben Messung und Monitoring. Der Grund ist zweifach. Der Lieferant, der einen Fragebogen ausfüllt oder ein Rating akzeptiert, liefert Daten, die dem Auftraggeber sonst nicht zugänglich wären. Der Auftraggeber reduziert das Reputationsrisiko, das mit negativen Umwelt- oder Sozialauswirkungen an Produktionsstandorten verbunden ist.

Ein Rating funktioniert nur mit freiwilliger oder vertraglich vereinbarter Teilnahme. esg2go warnt, dass «zuverlässige Informationen» nur dann erzielt werden, wenn Lieferanten und Ausschreibungsteilnehmer das Rating akzeptieren. Der vertragliche Hebel dient also dazu, die Teilnahme zu erreichen, nicht dazu, dem Lieferanten Kosten oder Pflichten aufzubürden, die unverhältnismässig zu seiner Grösse sind.

Operativ ermöglicht esg2go dem Auftraggeber, «spezifische Fragen an Ihre Lieferanten zu stellen und sie im Laufe des Jahres zu interviewen». So kann die Datenerhebung personalisiert und einzelne Aspekte mit den Lieferanten vertieft werden.

Für Schweizer KMU ist der kürzeste Weg der Zugang zu bereits verbreiteten Instrumenten. Ein weit verbreitetes System mit Benchmarking nach Branche und Grösse sowie integrierten ISO-, GRI- und DNK-Berichten vermeidet die Erstellung eines proprietären Fragebogens für jeden Auftraggeber. Es reduziert auch die parallelen ESG-Abfragen, auf die das Unternehmen jährlich antworten muss.

Risiken und priorisierende Sektoren

Die CC-TI nennt den Bergbau und die Rohstofflieferketten als besonders kritischen Bereich. Mit Bergbauprojekten sind Risiken wie «geopolitische Spannungen, bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Emissionen, Wasserstress, Auswirkungen auf die Biodiversität» verbunden. In diesen Bereichen reduziert die Due Diligence bei Lieferanten das Risiko am stärksten.

Die Konzentration des Angebots ist Teil des geopolitischen Risikos. Die CC-TI stellt fest, dass viele kritische Rohstoffe hauptsächlich in China abgebaut werden (Lithium, Seltene Erden). Die EU will diese Abhängigkeit durch kreislauforientierte Recycling- und Wiederverwendungsstrategien, alternative Lieferanten, neue Minen auf europäischem Boden und Abkommen mit Partnerländern reduzieren. Dazu gehören Abkommen mit Chile, Mexiko und Neuseeland, die bald zur Ratifikation vorgelegt werden, sowie Verhandlungen mit Australien und Indien, die fortgeführt werden.

Da kritische Rohstoffe weiterhin Schlüsselfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit strategischer europäischer Sektoren und für den grünen und digitalen Wandel sind, ist die Diversifizierung der Lieferanten eine permanente Aufgabe. Es handelt sich nicht um ein punktuelles Projekt.

Auch der rechtliche Rahmen verschiebt den Fokus auf die vorgelagerten Risiken. Die CSDDD sieht eine Haftung für Kinder- oder Zwangsarbeit ausserhalb der EU sowie für Umweltschäden vor. Der Bund hebt die Ausdehnung der Pflichten auf die gesamte Geschäftstätigkeit und die gesamte Wertschöpfungskette hervor.

Priorität haben Kategorien, in denen folgende Faktoren zusammenfallen: fragiles oder konzentriertes Herkunftsland, gering qualifizierte oder informelle Arbeitskräfte, intensiver Wasser- oder Energieverbrauch, Anteil kritischer Rohstoffe und hoher Einkaufswert.

Kritische Risiken in Lieferketten: Sektoren und Schlüsselfaktoren

Kritischster Sektor
Bergbau und Rohstoffe
Hauptidentifizierte Risiken
Geopolitische Spannungen, bewaffnete Konflikte, Korruption, Kinderarbeit, Wasserstress, Emissionen, Auswirkungen auf die Biodiversität
Kritische Rohstoffe mit geografischer Konzentration
Lithium und Seltene Erden, hauptsächlich in China abgebaut
Strategische Partnerländer zur Diversifizierung
Chile, Mexiko, Neuseeland, Australien, Indien (in Verhandlung)

Checkliste und nächste Schritte für Schweizer KMU

  1. Einkaufskategorien erfassen und jeder Kategorie ein Risikoniveau basierend auf Herkunftsland, Warenart, Umweltintensität und Wert zuweisen. 2. Prüfen, ob die eigenen Auftraggeber in den Anwendungsbereich der CSDDD oder des deutschen LkSG fallen: Daraus ergeben sich Klauseln und Fragebögen, die beim Unternehmen eintreffen werden. 3. Überprüfbare ESG-Kriterien für Umwelt, Soziales und Governance definieren, mit Mindestschwellenwerten und akzeptierter Dokumentation.
  2. Sich bei öffentlichen Ausschreibungen auf international anerkannte Zertifizierungen für ökologische und soziale Aspekte stützen. Daran erinnern, dass der Nachweis gleichwertiger Anforderungen stets zugelassen werden muss (IVöB). 5. Ein Ratingsystem mit überprüfbaren numerischen Scores wählen, mit Benchmarking nach Branche und Grösse, Integration von ISO-, GRI- und DNK-Berichten und, falls verfügbar, einem von qualifizierten Auditoren anwendbaren Überprüfungsreglement.
  3. Die Überprüfung der vom Lieferanten eingereichten Dokumente durch Dritte vorsehen, wie im von der SQS mit der SGS Société Générale de Surveillance SA entwickelten Reglement. 7. Lieferanten mit gezielten Fragebögen und Interviews im Laufe des Jahres einbinden und ihre Zustimmung zum Rating einholen: Ohne ihre Akzeptanz sind die erhobenen Daten nicht zuverlässig.
  4. Die Bewertung periodisch wiederholen und die Kriterien aktualisieren, wenn sich Warengruppe, Bezugsland oder rechtlicher Rahmen ändern, wobei auch indirekte Lieferanten entlang der Wertschöpfungskette einbezogen werden. Die Sequenz — Erfassung, Kriterien, Datenerhebung, Due Diligence, Überprüfung, Monitoring — macht die ESG-Kriterien bei der Auswahl nutzbar und gegenüber einem öffentlichen Auftraggeber oder einem der CSDDD unterliegenden Kunden verteidigungsfähig.

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